Zuerst einmal:

Grundsätzlich können Arbeitsverträge schriftlich oder mündlich, ausdrücklich oder stillschweigend durch schlüssiges Verhalten (konkludent) begründet werden. Es besteht nach unserem Recht Formfreiheit.

Will der Gesetzgeber etwas anderes, dann steht es ausdrücklich im Gesetz z. B. beim Verkauf von Grundstücken: Hier ist sogar die notarielle Form vorgeschrieben.

Keinen "greifbaren" Vertrag zu haben ist lediglich schlecht in der Beweisführung, ändert aber nichts an der Gültigkeit.

Durch das Nachweisgesetz steht der Arbeitgeber schlecht da, weil hier eine Beweislastumkehr stattfindet: Hat er nicht spätestens nach 4 Wochen die wesentlichen Bedingungen niedergeschrieben und dem Arbeitgeber ausgehändigt, muss er nun beweisen, was vereinbart war.

   
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