Wer 450 € brutto verdient, bekommt bei Verzicht auf die Befreiung auch 450 € netto ausbezahlt.

Ohne diesen Verzicht sind es dann noch 433,80 € --> es fehlen somit die einbehaltenen 16,20 € in der Auszahlung.

Der SGB II-Empfänger muss sich darüber aber keine Gedanken machen:

Bei 450 € Einkommen hat er einen Anspruch (Freibetrag) von 170 € - resultierend aus dem Bruttobetrag, der dann vom Nettoeinkommen rechnerisch abgezogen wird.

Die Differenz (Nettobetrag - 170,- €) verrechnet das Jobcenter - es behält also

450,00 € - 170,00 € = 280,00 €

von der Grundsicherung ein.

 

Bei Zahlung an die Rentenversicherung sieht das Ganze so aus:

Das Jobcenter rechnet jetzt mit dem niedrigeren Nettogehalt von 433,80 € (450 € - 16,20 € = 433,80 €)

433,80 - 170,00 €  = 263,80 €.

 

Die logische Konsequenz:

Da der Schützling jetzt ein geringeres Nettogehalt ausbezahlt bekommt, gleicht das Jobcenter diesen Betrag aus. Der Schützlich hat genau so viel Geld wie er ohne Einzahlung in die Rentenversicherung hätte.

Vorteile:

  • Die Beitragszeiten werden auf die Rentenanwartschaft angerechnet.
  • Für die Niederlassungserlaubnis sind 5 Jahre Rentenversicherung nachzuweisen. Dazu zählt auch dieser Minijob.
   
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